Glücklich ins neue Jahr – Einfach mit einem Glückskurs

Weihnachtsgeschenke hin oder her, zumeist bleibt es bei materiellen Dingen, an die wir uns schnell anpassen und die uns schon oft nach wenigen Tagen und Wochen kaum noch Freude bereiten. Allzu oft wird, anstatt Zeit zusammen oder tolle Erlebnisse, nur ein Schnäppchen aus der Fußgängerzone oder dem Internetversandhandel verschenkt. Damit beginnt das nächste Jahr nicht viel besser, als das alte aufgehört hat.

Doch wie kann das neue Jahr schon von Beginn an glücklich starten? Indem man bspw. bereits gut erforschte Methoden der Positiven Psychologie anwendet, die das persönliche Glück steigern können. Eine dieser Übungen, die man am besten mehrmals wöchentlich ausführt, und die nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, ist die Dankbarkeitsübung. Man schnappt sich einfach abends oder auch tagsüber zwischendurch in einer Pause einen Zettel und einen Stift und notiert innerhalb von drei bis fünf Minuten mal kurz, für was man dankbar ist. Das kann z.B. etwas interessantes sein, was man gerade erlebt hat oder eine lustige Geschichte von oder mit Freunden. Abstrakte Dinge, wie Dankbarkeit für die eigene Gesundheit oder ein paar fröhliche Zeilen zum Abschlussvertrag des Weltklimagipfels im Dezember in Paris, können ebenso notiert werden. Die einzigen Regeln lauten: Einfach spontan schreiben, nicht lange nachdenken und dabei auch an die kleinen Dinge des Lebens denken wie einen Brief, einen tollen Fruchtshake nach dem Sporttraining oder das niedliche Eichhörnchen auf dem Baum gegenüber.

Bei regelmässiger Anwendung kann die Übung nach einigen Tagen oder Wochen u.a. die Verbundenheit in Liebesbeziehungen stärken1 2, den Teamgeist auf der Arbeit verbessern3, oder auch teilweise Ängste verringern4. Alle, die mehr Glück im neuen Jahr haben wollen, können nun außerdem für ihr persönliches Glück sorgen.

Im Rahmen einer Studie der Global Happiness Organization Deutschland (GHO) und der Universität zu Köln zum Thema Steigerung von Glück- und Wohlbefinden gibt es jetzt mehrere Kurse zur individuellen Glücksverbesserung. Die erste Gruppe läuft bereits, bei zusätzlichen Gruppen können noch weitere Teilnehmer mitmachen. Wer also sein persönliches Glückslevel mit wissenschaftlich erprobten Methoden und Übungen steigern möchte und in Köln oder Umgebung wohnt, der trägt sich in die folgende Liste ein:

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Es lohnt sich das eigene Glück zu trainieren: Häufige Glücksmomente stärken das Immunsystem5, senken das Herzschlagrisiko6, reduzieren die Gefahr eines Schlaganfalls7 und verlängern generell die Lebensdauer 8. Mit einer zudem verbesserten, optimistischen Weltsicht sind Menschen zumeist durchhaltefähiger und belastbarer und haben somit mehr Erfolg in mehreren Lebensbereichen9. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass glückliche Menschen produktiver sind10.

Da die Teilnehmerzahl pro Kursgruppe begrenzt ist, sollte man nicht zu zögerlich mit dem eigenen Glück sein und sich stattdessen einfach selbst mit einer Teilnahme beschenken. Denn in diesem Fall trifft wie so oft das Sprichwort zu: Man ist seines eigenen Glückes Schmied. Also dann auf ein frohes und glückliches, neues Jahr.

  • 1. Algoe, Sara / Gable, Shelly L. / Maisel, Natalya C. (2010): It’s the little things: Everyday gratitude as a booster shot for romantic relationships. In: Personal Relationships, 17 (2010), 217–233.
  • 2. Algoe, Sara (2012): Find, Remind, and Bind: The Functions of Gratitude in Everyday Relationships. In: Social and Personality Psychology Compass 6/6 (2012): 455–469.
  • 3. Jia, Lile / Tong, Eddie M. W. / Lee, Li Neng (2014): Psychological “Gel” to Bind Individuals’ Goal Pursuit: Gratitude Facilitates Goal Contagion. In: Emotion, 2014, Vol. 14, No. 4, 748–760.
  • 4. Lau, Rosanna W. L. / Cheng, Sheung-Tak (2012): Gratitude orientation reduces death anxienty but not positive and negative affect. In: OMEGA, Vol. 66(1) 79-88, 2012-2013.
  • 5. Barak, Yoram (2006): The immune system and happiness. In: Autoimmunity Reviews 5 (2006) 523–527.
  • 6. Davidson, Karina W. / Mostofsky, Elizabeth / Whang, William (2010): Don’t worry, be happy: positive affect and reduced 10-year incident coronary heart disease: The Canadian Nova Scotia Health Survey. In: European Heart Journal (2010) 31, 1065–1070.
  • 7. Ostir, Glenn et al. (2001): The Association Between Emotional Well-Being and the Incidence of Stroke in Older Adults. In: Psychosomatic Medicine 63:210–215.
  • 8. Xu, Jingping / Roberts, Robert E. (2010): The Power of Positive Emotions: It’s a Matter of Life or Death—Subjective Well-Being and Longevity Over 28 Years in a General Population. In: Health Psychology, 2010, Vol. 29, No. 1, 9–19.
  • 9. Carver, Charles S. / Scheier, Michael F. (2014): Dispositional optimism. In: Trends in Cognitive Sciences June 2014, Vol. 18, No. 6, S. 293-299.
  • 10. Oswald, Andrew J. / Proto, Eugenio / Sgroi, Daniel (2013): Happiness and Productivity. Working Paper. Coventry, UK: Department of Economics, University of Warwick. (CAGE Online Working Paper Series).